Kinderrechte & Kinderpflichten
Jedes Kind ist wichtig und einzigartig. Jedes Kind ist es wert, beschützt zu werden, und jedes Kind hat eigene Rechte.
Nur wenn Du Deine Rechte kennst, kannst Du auch dafür eintreten. Manche Rechte wurden in Deutschland in Gesetzen festgeschrieben und mit der UN-Kinderrrechtskonvention gibt es auch eine gewisse Verpflichtung für die Rechte der Kinder.
Auf dieser Seite wollen wir Kinderrechte sammeln. Sie stehen so nicht immer im Gesetzbuch, aber wir denken, sie sollten für alle Kinder gelten.
Daneben sammeln wir auch Plichten. Denn Rechte stehen nie allein da. Grandios zu sein, bedeutet nicht nur, dass Du Dich um Dich kümmerst, sondern auch, dass Du versuchst, Deine Pflichten zu erfüllen. Auch wenn es nicht immer einfach ist.
Weitere Informationen über Kinderrechte erhaltet Ihr unter folgenden Links:
(Externe Seiten. Beim Drücken verlasst Ihr unseren Bereich)
Meine Rechte
Meine Pflichten
1.
Ich habe das Recht auf meinen eigenen Körper und meine eigenen Gefühle.
1.
Ich respektiere das Recht anderer auf ihren Körper und ihre Gefühle.
2.
Meine Grenzen bestimme ich.
2.
Ich habe die Pflicht, die Grenzen anderer zu respektieren.
3.
Ich habe die freie Wahl, ob ich Umarmungen oder Küsschen gebe, und ich muss sie auch niemals im Austausch für Liebe, Geschenke oder Ähnliches geben.
3.
Ich bemühe mich, freundlich, liebenswürdig, höflich und hilfsbereit zu anderen zu sein (es sei denn, ich muss mich oder andere schützen) .
4.
Ich habe das Recht auf eigene Entscheidungen. Ich habe das Recht NEIN zu sagen.
4.
Bei manchen Dingen habe ich keine Wahl (z.B. Arztbesuch, Schulbesuch). Ich achte auf die Auswirkungen meiner Entscheidungen auf andere.
5.
Ich muss nicht jedem alles erzählen und habe das Recht, meine Gedanken für mich zu behalten (gute Geheimnisse).
5.
Probleme und Dinge, die mich bedrücken und bei mir ein komisches Gefühl auslösen, dürfen keine Geheimnisse sein (schlechte Geheimnisse). Ich erzähle sie jemandem weiter, dem ich vertraue. Meine Eltern müssen immer wissen, mit wem ich unterwegs bin, was wir machen und wohin wir gehen.
6.
Ich habe das Recht, sicher zu sein und frei von ständiger Angst. Keiner darf mich zwingen, schlechte Geheimnisse für mich zu behalten.
6.
Ich habe die Pflicht, auf die Sicherheit der anderen zu achten. Ich spreche mit jemandem, dem ich vertraue, über meine Ängste und schlechten Geheimnisse.
7.
Ich muss nicht immer hilfsbereit sein.
Meine Sicherheit geht vor.
7.
Ich bemühe mich, in meinen Möglichkeiten, anderen zu helfen und sie zu beschützen.
8.
Ich habe das Recht, Erwachsenen zu trotzen, wenn sie meine Grenzen verletzen oder sich unsicher verhalten. Dann muss ich nicht freundlich, liebenswürdig oder höflich zu ihnen sein.
8.
Ich erzähle einem Erwachsenen, dem ich vertraue, dass ich einem anderen Erwachsenen trotzen musste.
9.
Ich habe das Recht zu lügen, um mich zu schützen.
9.
Ich habe die Pflicht, aufrichtig mit anderen umzugehen.
10.
Ich habe das Recht, mich körperlich zu verteidigen.
10.
Ich habe die Pflicht, mich darum zu bemühen, Streitigkeiten ohne Gewalt zu lösen. Ich erzähle einem Erwachsenen, dem ich vertraue, wenn ich mich körperlich wehren musste.
11.
Ich habe das Recht, auch mal Unfug zu treiben, sofern ich andere dabei nicht schade.
11.
Spaß ist nur dann Spaß, wenn alle Beteiligten dabei Spaß haben. Ich verhalte mich so gegenüber anderen, wie ich es für mich wünsche.
12.
Ich habe das Recht, Fehler zu machen, ohne gleich als böse Person angesehen zu werden.
12.
Ich versuche aus meinen Fehlern zu lernen. Ich akzeptiere, dass andere auch Fehler machen.
13.
Ich habe das Recht, meine Fehler zu vergessen, so dass nicht ständig auf Vergangenem herumgeritten wird.
13.
Ich trage so gut ich kann die Konsequenzen für meine Fehler und mein unkluges Verhalten.
14.
Ich habe das Recht auf mein persönliches Eigentum (meinem Alter angemessen).
14.
Ich passe auf mein Eigentum auf und respektiere das Eigentum anderer.
15.
Ich darf auch mal schlechte Laune haben oder traurig sein. Sich gut fühlen ist keine Verpflichtung.
15.
Ich habe die Pflicht darauf zu achten, dass meine schlechte Laune nicht dazu führt, dass ich mich oder andere verletze.
16.
Ich habe das Recht, auf eine eigene Meinung. Ich darf meine Meinung offen sagen.
16.
Ich habe die Pflicht, auf die Auswirkungen meiner Meinung zu achten, z.B. ob ich mit meiner Meinung jemanden schlimm verletze und ob dies notwendig ist.
17.
Ich habe das Recht, meine Meinung zu ändern.
17.
Ich übernehme Verantwortung für meine Meinung. Ich verstehe, dass andere sich ärgern, wenn ich ständig meine Meinung ändere und mich nie festlege. Ich respektiere, wenn andere mal ihre Meinung ändern.
18.
Ich muss nicht die gleiche Meinung wie meine Eltern haben. Ich habe das Recht, andere Dinge zu wollen, als meine Eltern.
18.
Ich respektiere die Grenzen meiner Eltern und akzeptiere, dass sie nicht immer das Gleiche wollen, wie wir Kinder.
19.
Ich habe das Recht, meine Stimme für meine Rechte zu erheben oder um mich zu beschweren, wenn mir etwas nicht passt.
19.
Ich habe die Pflicht, mich angemessen und im respektvollen Ton zu beschweren. Ich habe die Pflicht, die Rechte anderer zu respektieren.
20.
Ich habe das Recht, Fragen zu stellen und ehrliche Antworten zu erwarten.
20.
Ich höre anderen zu und gebe ihnen ehrliche Antworten (es sei denn, ich muss mich oder andere schützen) .
21.
Ich habe das Recht auf freie Entfaltung.
21.
Die sicheren Grenzen, in denen ich mich frei entfalten darf, bestimmen meine Eltern. Meine Eltern müssen immer wissen, mit wem ich unterwegs bin, was wir machen und wohin wir gehen. Ich habe die Pflicht, Umwelt und Lebewesen dabei zu achten.
22.
Ich habe das Recht selbst herauszufinden, wo meine eigenen Grenzen sind.
22.
Die sicheren Grenzen bestimmen meine Eltern.
23.
Ich habe das Recht meine Wut oder Traurigkeit über die Grenzen, die meine Eltern und Aufsichtspersonen ziehen, auszudrücken, ohne dass die Erwachsenen sie sofort verwüsten.
23.
Ich darf durch meine Wut oder Traurigkeit weder mich noch andere verletzen.
24.
Ich habe das Recht, mich in eigener Weise in die Welt einzubringen.
24.
Ich habe die Pflicht, darauf zu achten, dass ich dabei nicht die Umwelt oder andere Lebewesen verletze. Ich respektiere die eigene Weise der anderen.
Und denke immer daran:
Liebe ist bedingungslos.
Du musst nichts dafür tun, dass Du geliebt wirst.
Du musst nicht so sein, wie andere sich das wünschen,
dass Du geliebt wirst.
Rechte sind bedingungslos.
Sie gelten auch dann, wenn Du einen Fehler gemacht hast
oder eine Pflicht nicht erfüllen konntest.
Jeder macht mal Fehler.
Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene treffen mal blöde Entscheidungen, verhalten sich unsicher oder können ihre Pflichten nicht erfüllen.
Auch Deine Eltern.
